Sakramente - Eucharistie / Kommunion

Bis heute lautet die Botschaft: Lebt in meiner Spur, versammelt euch in meinem Namen, betet und singt miteinander, teilt das Brot und den Wein – so bleiben wir in enger Verbindung (Kommunion).

„Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ sagte Jesus beim letzten Abendmahl vor seinem Tod zu seinen Jüngern. Jesus teilt beim Abendmahl das Brot und den Kelch. Für uns Christen ist es ein besonders wichtiges Heilszeichen (Sakrament).

Brot und Wein sind keine „Opfergaben“, die wir Gott bringen. Es ist genau umgekehrt: Christus schenkt sich uns selbst in den Gaben. Wie damals ist er all denen unvergleichlich nah, die an ihn glauben. Und das immer wieder neu.

Deshalb ist die Eucharistiefeier zentral für die Gemeinschaft der Kirche und eine wichtige Quelle, aus der Gläubige leben. Die Eucharistie ist ein Geschenk für alle Christen. Die Einladung ergeht an alle und die Verheißung lautet, tiefer in die Gemeinschaft mit Christus hinein zu wachsen.

Die Kommunion setzt voraus, dass dem Empfänger bewusst ist, was bei der Eucharistie geschieht. Kinder werden in der Erstkommunionvorbereitung vorbereitet. Erst danach wird die Erstkommunion gefeiert.

Erwachsene, die getauft werden, erhalten in der gleichen Feier auch die erste Kommunion und die Firmung (Katechumenat)

Erste Heilige Kommunion

Eine besondere Feier ist der Gottesdienst, in dem junge Christen nach einer Vorbereitungszeit zum ersten Mal an der heiligen Kommunion teilnehmen. Denn die getauften jungen Christen (in der Regel im dritten Schuljahr) werden nun in die Tischgemeinschaft aufgenommen. Die festliche Stimmung drückt sich meist auch in festlicher Kleidung oder weißen Gewändern aus, sowie in einer Feier im Familienkreis.

Wann kann unser Kind zur Erstkommunion gehen?

Die Erstkommunionvorbereitung findet in der Regel im dritten Schuljahr statt. Es kann aber auch Gründe für einen anderen Zeitpunkt geben. Der Vorbereitungskurs beginnt meistens nach den Sommer- oder Herbstferien und endet nach Ostern mit der Feier der Erstkommunion.

Sollte Ihr Kind, aus welchen Gründen auch immer, schon älter sein und noch nicht Erstkommunion gefeiert haben, so kann es dies jederzeit nachholen. Fragen Sie bitte in Ihrem Pfarramt nach.

Wo und wann muss ich mein Kind anmelden?

Ihr Erstkommunionkind melden Sie bitte in der Pfarrei am Wohnort an. Die Termine erfahren Sie in den Sonntagsgottesdiensten, im Pfarrblatt oder auf der Homepage der Pfarrei. Sie können auch in der zuständigen Pfarrei anrufen.

In der Regel werden die katholischen Kinder in den dritten Klassen angeschrieben und zur Teilnahme an der Vorbereitung eingeladen.

Wir gehören unterschiedlichen Kirchen an ...

Zwischen der katholischen und evangelischen Kirche gibt es noch keine Eucharistie-/ Abendmahlsgemeinschaft. Es ist deshalb sinnvoll, dass Sie im Kontakt mit den Verantwortlichen der Pfarrgemeinde eine Lösung für ihr Kind finden.

Mein Partner gehört keiner Kirche an ...

Wir freuen uns, wenn Sie Ihr Kind zur Erstkommunionvorbereitung anmelden wollen und es damit die Möglichkeit bekommt, den Glauben kennen und leben zu lernen. Nach Möglichkeit sollte Ihr Partner diesen Weg Ihres gemeinsamen Kindes unterstützen.

Unser Kind ist noch nicht getauft ...

In den meisten Pfarrgemeinden ist es üblich, im Rahmen der Katechese auch ungetaufte Kinder auf ihre Taufe vorzubereiten. Besprechen Sie das offen mit dem Pfarrer Ihrer Wohnortgemeinde und fragen, ob dieser Weg für Ihr Kind möglich ist.

Mein Kind ist behindert ...

Selbstverständlich werden Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung auf die Erstkommunion vorbereitet. Im Sinne des Sakramentes und des Inklusionsansatzes ist es, wenn nach Möglichkeit alle Kinder gemeinsam vorbereitet werden. Besprechen Sie die Bedürfnisse Ihres Kindes mit den Verantwortlichen der Eucharistiekatechese.

Wie feiert die Kirche Eucharistie?

Gläubige Menschen, Glieder der Kirche, versammeln und sammeln sich vor Gott (Eröffnung).

• Sie hören auf sein Wort, überliefert in der Heiligen Schrift, und antworten darauf im Gebet (Wortgottesdienst).

• Sie erfüllen den Auftrag Jesu und begehen das Gedächtnis seiner Selbsthingabe am Kreuz und seiner Auferstehung:

o Brot in Hostienform und Wein werden zum Altar gebracht (Gabenbereitung).

o Über diese Gaben wird das Dankgebet gesprochen (Hochgebet). Durch das eigens erbetene Wirken des Heiligen Geistes, den Jesus seiner Kirche als Beistand verheißen hat, wird Wirklichkeit, was Jesus beim Letzten Abendmahl gesagt hat: Das ist mein Leib, das ist mein Blut. Brot und Wein werden in ihrem Wesen verwandelt. Sie werden zu Christi Leib und Blut, ohne dass sich an ihrem Aussehen, ihrem Geschmack und ihrer Form etwas ändern würde. Christus selber ist gegenwärtig, wie er sich am Kreuz für das Leben der Welt und die Befreiung der Menschen hingegeben hat und als Auferstandener bleibend für sie da ist. Mit ihm stehen die Gläubigen vor Gott und können sich in die Beziehung Christi zum Vater hineinnehmen lassen.

• Das geschieht am deutlichsten in der Kommunion. Im Essen und Trinken erneuern die Gläubigen ihre Gemeinschaft mit Christus und durch ihn untereinander. Als Glieder am Leib Christi, der Kirche, bedürfen sie der Eucharistie als notwendigen „Lebensmittels“. Sie geben Christus Raum, dass er sie und durch sie die Welt, in der sie leben, verwandeln kann.

• Die Feier schließt mit dem Segen und der Entlassung der Versammelten.